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Aktuell • 09.11.2016

Kein Vergessen! – Erinnerung an die Pogrome vom 9. November 1938

Am 9. November 1938 organisierten die Nazis in ganz Deutschland Gewalttaten gegen jüdische Bürger*innen. 400 Menschen wurden dabei ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1.400 Synagogen wurden angezündet. Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe wurden zerstört. Über 30.000 Jüd*innen wurden in Konzentrationslager verschleppt. Die Reichspogromnacht markiert den Übergang von der Diskriminierung zur systematischen Verfolgung jüdischer Menschen, die schließlich im Holocaust mündete.
 
„Auch 78 Jahre nach diesen schrecklichen Ereignissen erlebt Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus weiteren Aufwind. Von Pegida über AfD bis hin zur CSU und in sozialen Netzwerken haben rechte Parolen und diskriminierende Hetze wieder Hochsaison. Wir Falken stellen uns diesem menschenfeindlichen Zündeln entschieden entgegen.", so Paul M. Erzkamp, Vorsitzender der SJD - Die Falken in NRW.  

„Am 9. November 1938 brannte gegen Mitternacht auch die Synagoge in der Turnerstraße in Bielefeld. So etwas darf nie wieder passieren.", fordert Sebastian Feist, Vorstandsmitglied der Falken in Bielefeld. „Wir müssen uns rechtsextremer Hetze konsequent entgegenstellen, egal ob auf der Straße, an der Supermarktkasse, in Schule oder Betrieb, am Stammtisch und in den sozialen Netzwerken. Am 9. November heißt es auch zu erinnern, wozu faschistische Propaganda führt.", so Sebastian Feist weiter.

Darum rufen die Falken zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung der Stadt Bielefeld am 9. November um 17.00 Uhr am Gedenkstein der ehemaligen Synagoge (Turnerstr. 5) auf.


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