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Time Out • 04.04.2018

Ferienspiele Falkendom

In den Osterferien kommen täglich etwa 40 Kinder im Grundschulalter zum Falkendom, um an dem OGS-Angebot der Ferienspiele teilzunehmen. Kinder mit oder ohne Beeinträchtigung und Kinder mit oder ohne Fluchthintergrund können gemeinsam bei verschiedenen Aktionen zum Thema Superhelden mitmachen.

Der Betreuungsbedarf in Bielefeld steigt und die Akzeptanz der Angebote von Jugendzentren breitet sich aus: Kinder können lernen, den Tag gemeinsam zu gestalten. Lediglich in den Osterferien finden 57 Angebote in ganz Bielefeld statt; die Falken richten über das Jahr hinweg 15 Angebote an sieben Orten für knapp 2000 Kinder aus.
In den Osterferien besuchen fünf Kinder mit einer Beeinträchtigung, sowie sieben Kinder der Inetrantionalen Klasse der Martin-Niemöller Gesamtschule mit vielen weiteren Kindern zusammen den Falkendom. Hier können sie gemeinsam Spielen, sich Kennenlernen, neue Beziehungserfahrungen und Erlebnisse sammeln. Ein Augenmerk liegt darauf, dass kein Gruppierung oder Separierung entsteht. Unter der Leitung von Kathrin Rodloff werden täglich zwei bis drei Aktionen - wie das Basteln von Umhängen oder Erlernen von Zeichentechniken - unter dem Motto Superhelden angeboten. Dem Leitbild der Falken "Freiwilligkeit" entsprechend können die Kinder an den Angeboten teilnehmen oder auch jederzeit unter Betreuung frei Spielen. Der Tag gliedert sich in gemeinsame Mahlzeiten und einem wechselnden Angebot von Aktionen. Außerdem gibt es ein Einstiegsspiel am Morgen, sowie eine Ich-Stunde zur freien Verfügung am Nachmittag.

Mittagessen

Ingo Nürnberger (Sozialdezernent Bielefeld) betont, wie wichtig es sei, dass Kinder ihre Freizeit gemeinsam verbringen und schätzt die Träger, die sich dieser Aufgabe annehmen.  Fest stehe jedoch, dass Inklusion nicht ohne zusätzliche Ressourcen möglich ist. Abhängig von Ort und Angebot sowie der Art der Behinderung müsse individuell eingeschätzt werden, wie mit einem Kind umgegangen werden kann.
Die Praktikantin Bega Majewski der Schulsozialarbeit der Martin-Niemöller Gesamtschule ist gezielt dafür eingesetzt, Kinder der Internationalen Klassen mit Fluchterfahrungen an die Jugendzentren heranzuführen. Im Projekt können sie die ersten Schritte zur Integration machen und Kontakte knüpfen. Darüber hinaus werden mehr Mitarbeiter*innen bei diesem Ferienspielangebot eingesetzt, als üblich. André Mass (Koordination Falken-Ferienspiele) erklärt den hohen Stellenschlüssel, welcher bei Angeboten für Kinder mit Beeinträchtigung notwendig ist. Dieser muss häufig von den Eltern selbst finanziert werden oder ist mit einem großen bürokratischen Aufwand verbunden. 
Entscheidend für die Gestaltung inklusiver Projekte sind - neben erweiterte personeller Ressourcen - die Haltung der Mitarbeitenden wie des Trägers, die Qualifizierung der Fachkräfte, eine barrierearme Gestaltung der Einrichtungen wie auch der Angebote und eine aktive Netzwerkarbeit, sagt Michael Schütz (Abteilungsleitung Jugendzentren Falken Bielefeld).
Die Falken sind hier auf dem Weg Kompetenzen zu sammeln; sie wollen Möglichkeiten schaffen, dass jedes Kind auch mit einer körperlichen oder geistigen Einschränkung dabei sein kann. Und es funktioniert! Bei den Ferienspielen im Falkendom kann zwar beobachtet werden, dass die Kinder unterschiedlich auf Behinderungen reagieren. Die einen Kinder nehmen das "anders-Verhalten" wahr, reagieren aber eher neutral darauf. Andere gehen direkt auf die Kinder mit einer Behinderung zu. Sie haben andere Ideen der Integration und empfinden es zum Beispiel total legitim einen Rolli-Fahrer als Linienschiedsrichter beim Fußballspielen einzusetzen. Nicht zu verdrängen ist, dass es auch Situationen gibt, in denen das "komische-Verhalten" beäugt wird. Der allgemeine Eindruck besagt schlussendlich aber, dass Kinder grundsätzlich weniger Hemmschwellen haben, Unterschiedlichkeiten anerkennen und sich daran gewöhnen unabhängig aller Besonderheiten zusammen zu sein. Die sich entwickelnde Handlungskompetenz der jungen Generation, lässt zukünftig auf eine steigende Toleranz jedem gegenüber hoffen.

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