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Aktuell • 17.05.2019

Das Bergnoize-Festival für Jugendliche inklusiv gestalten

„Bergnoize“, so heißt ein neues Jugendkulturfestival das am 6. Juli 2019 auf dem Johannisberg in Bielefeld stattfinden soll. Mehrere Jugendliche organisieren das Festival selbst. Auch mit dem Thema Inklusion hat sich das Team beschäfftigt, welches auf vielen Festivals leider nur schleppend und langsam Berücksichtigung findet. Doch wie lässt sich ein Open Air Festival, das auch noch auf einem Berg stattfinden soll, inklusiv gestalten? Sicherlich kein einfaches Unterfangen, dachte sich das junge Team und informierte sich daher bei einigen „Experten“.

Bereits seit einigen Jahren ist es im Bielefelder Jugendhilfeausschuss ein Thema, dass Jugendliche einmal selbst ein eigenes Open Air Festival in Bielefeld organisieren und veranstalten könnten. Im Jahre 2019 soll es nun soweit sein. Mit Unterstützung des Bielefelder Jugendrings fand sich diesbezüglich schnell ein eigenes Organisations-Team und mit dem Johannisberg ein tolles Veranstaltungsgelände. Kunterbunt soll es zugehen, eine Mischung aus Musik-Festival, Streetart, Grafitti und einen Markt der Möglichkeiten soll es geben. Das geplante Bühnenprogramm besteht aus lokalen Nachwuchskünstlern und bekannten Publikumsmagneten. Ein richtiges Jugendkulturfestival also, erstmals auf dem Bielefelder Johannisberg, von und mit Jugendlichen selbst organisiert und veranstaltet, das hört sich doch mehr als gut an.

Doch auch was die Zugänglichkeit betrifft möchte das junge Organisations-Team das Festivalgelände so gestalten, dass möglichst alle jungen Bielefelderinnen und Bielefelder den Tag mitfeiern und genießen können. Alle, das meint an dieser Stelle auch die Jugendlichen, die dafür auf Hilfe angewiesen sind und besondere Unterstützung brauchen. Dafür holten sich die Organisatoren nun Rat bei einigen jugendlichen Besuchern des JZ Strickers. Dort findet seit einigen Jahren das Kulturcafé Mops statt, ein inklusives Angebot im Offenen Treff des Jugendzentrums. Im Verlauf eines gemeinsamen Treffens auf dem Festivalgelände fand ein reger Austausch darüber statt, welches den die wichtigen Bedürfnisse der potentiellen Besucher sind. Inhaltlich wurden die unterschiedlichsten Fragen thematsiert. Neben einem möglichst freien Zugang für alle wurden auch die entsprechenden Transfers mit den Öffentlichen Verkehrsmittel angesprochen. Ein Service Point mit kompetenten Mitarbeitern, die einen in Problemsituationen helfen oder unterstützen können wäre Ideal. Ein freier Blick auf die Bühne, um die Künstler und deren Musik auch möglichst hautnah erleben, hören und sehen zu können, wäre toll. Eine entsprechende Hygienestation mit WC für die „besonderen Bedürfnisse“ wurde ebenfalls angesprochen. Außerdem stellte sich die Frage, ob Personen mit einem Behindertenausweis, der den Zusatz B trägt, eine Begleitperson kostenlos mit auf das Festival nehmen dürfen. Darüber hinaus wurden aber natürlich auch alle die Interessen und Anliegen, die alle Jugendlichen mit einer Großveranstaltung in Verbindung bringen besprochen. Tolle Snackangebote, kühle Getränke und natürlich Eis sollten angeboten werden, denn im Juli ist es ja schließlich warm. Dass alles möglichst gut ausgeschildert ist, mit Symbolen und Wegweisern, auch für diejenigen, die nicht so gut lesen und schreiben können, sei wichtig. Und zu guter letzt sollte natürlich auch für die Sicherheit gesorgt werden, damit nichts schlimmes passiert.

Während des Gesprächs wurde vieles angesprochen. Aber hier wurde nicht nur Werbung für die fünf Besucher gemacht, das geplante Festival auch selbst zu besuchen. Vielmehr konnte man in ihren Gesichtern erkennen, mit welcher Freude sie den Organisatoren Bericht erstatteten. Ratschläge von „Experten“ eben. Die Tipps und Anregungen wurden dankend aufgenommen und sollen fest in die weiteren Planungen mit einfließen. So verabschiedete sich die Gruppe respektvoll im gegenseitigem Einvernehmen und verblieb dabei, sich evtl. am 7. Juli auf dem Johannisberg wiederzusehen.

Zur Information
Das Bergnoize-Festival soll eine Mischung aus Musik-Festival, Streetart, Grafitti und einem Markt der Möglichkeiten (mit unterschiedlichen Ständen zur Information, Beratung und Bildung) werden und findet am 06. Juli 2019 auf dem Johannisberg in Bielefeld statt. Enden soll das Festival um 22 Uhr und um 14 oder 15 Uhr beginnen, die Eintrittskarten sollen zwischen fünf und zehn Euro kosten. Das Veranstaltungsgelände wird für insgesamt 2500 Besucher ausgerichtet sein, für die Veranstalter wären 1000 Besucher ein toller Erfolg. Barbara Wildt vom Bielfelder Jugendring, sowie Julian Rüterbories und Tim Tibbe vom Organisations-Team informierten sich bei fünf jugendlichen Besuchern des Kulturcafé Mops. Das Kulturcafe Mops ist ein inklusives Angebot im Jugendzentrum Stricker, das in Kooperation mit den Schulen „Am Möllerstift“ und der „Schule Am Niedermühlenhof“ bereits seit einigen Jahren stattfindet.


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