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Aktuell • 30.10.2016

PRESSEMITTEILUNG: Auswirkungen des Falkendom-Urteils gefährden offene Jugendarbeit - Falken suchen Gespräch mit Nachbarn

In Sachen Falkendom ist möglicherweise eine einvernehmliche Lösung in Sicht. Wie Uli Gödde, Geschäftsführer der Bielefelder Falken am Wochenende mitteilte, will man auf jeden Fall versuchen, mit dem Nachbarn Christian W. eine Einigung zu erzielen. „Wir haben W. und seine Ehefrau zu einem Gespräch eingeladen“, so Gödde, „und er hat durchaus positiv reagiert“. In diesem Gespräch sollen die bereits umgesetzten, den Nachbarn aber noch nicht bekannten umfangreichen Schallschutzmaßnahmen vorgestellt werden. Darüber hinaus will man verschiedene Möglichkeiten zur weiteren Verringerung der Lärmemissionen erörtern. Gödde: „Wir denken hier an bauliche, aber auch an technische oder organisatorische Maßnahmen, die in Abstimmung mit dem Immobilienservicebetrieb der Stadt vorgenommen werden könnten.“

Wie berichtet, hatte die Stadt Bielefeld als Eigentümerin des Gebäudekomplexes diesen für 840.000 Euro saniert. Grundlage für die aufwendige Maßnahme war eine Baugenehmigung vom 10. November 2015. Weil sie und ihr Mann Lärmbelästigungen durch abendliche Musikveranstaltungen und Partys befürchteten, erhob W.‘s Ehefrau Lydia W. vor dem Verwaltungsgericht Minden Klage gegen diese Genehmigung. Mit Erfolg. Die Mindener Richter erklärten im Eilverfahren die Baugenehmigung in Teilen für ungültig und untersagten in einem am 14. Oktober mitgeteilten Beschluss die Durchführung von Veranstaltungen in der Zeit zwischen 22.00 und 6.00 Uhr.
 
Für die Falken, die seit 1979 im Auftrag der Stadt im Falkendom Kindern und Jugendlichen ein umfangreiches Freizeit-, Kultur- und Bildungsangebot machen, ist dieser Beschluss ein schwerer Schlag. „Eine erfolgreiche umfassende offene Kinder- und Jugendarbeit ist unter diesen Bedingungen kaum noch möglich, das macht mich wirklich traurig“, sagt der Geschäftsführer.
Sicherlich hätte die Stadt jetzt die Möglichkeit, mit juristischen Mitteln gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Minden vorzugehen. Aber einen solchen Rechtsstreit wollen die Falken zumindest vorläufig vermeiden. Gödde: „Wir wollen keinen Streit, uns ist sehr an einer guten Nachbarschaft gelegen. Ich bin überzeugt, dass sich Alles regeln lässt, wenn sich vernünftige Menschen an einen Tisch setzen und gemeinsam nach einer Lösung suchen“.
 
Die Berichterstattung über den „Fall Falkendom“ hat in der Öffentlichkeit eine Welle der Solidarität ausgelöst. „Verschiedene Träger der Jugendarbeit in Bielefeld haben uns spontan ihre Häuser angeboten, damit wir nicht allzu viele Abendveranstaltungen absagen müssen. Darüber freuen wir uns riesig,“ sagt der für die offene Kinder- und Jugendarbeit verantwortliche Teamleiter Michael Schütz. So konnte beispielsweise die für den 26. November geplante Konzertveranstaltung „Doom over Bielefeld“ in das Jugendzentrum Stricker in Brackwede verlegt werden. 
 
„Aber das ist natürlich kein Dauerzustand“ so Schütz, „es ist lediglich eine supernette, kollegiale Geste, die uns in der aktuellen Notsituation ein wenig Luft verschafft“. Da sich Ausweich-Locations oft erst kurzfristig ergeben, empfiehlt Schütz allen Konzertbesuchern und Partygängern, sich rechtzeitig auf der Facebookseite der Bielefelder Falken zu informieren. 


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