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Aktuell • 27.03.2013

Vortrag "Rechtspopulismus in der Eurokrise"

Die Falken Ostwestfalens engagieren sich mit vielen anderen Partnern im Bündnis"Gemeinsam für Vielfalt - Löhne gegen Rechts". Im Rahmen des Bündniszieles sind wir Mitveranstalter des Vortrages "Rechtspopulismus in der Eurokrise" Referent ist der Hamburger Politikforscher Nicolei Huke.

Vortrag VHS Löhne, Werretalhalle
Rechtspopulismus in der Eurokrise
Mittwoch 10.4. 2013 20 - 21:30 
Teilnahmegebühr: 5€ / für Schüler und Studenten entgeltfrei

Den Anfängen wehren
Volkshochschule lädt am 10. April zum Sondervortrag "Rechtspopulismus in der Euro-Krise"
(Ein Bericht von JÜRGEN NIERSTE) 

Löhne. "Wir haben in der eigenen Stadt mit der sogenannten Justizopferhilfe den Rechtsextremismus täglich vor Augen. Es ist unsere Aufgabe, diesen Anfängen zu wehren", fordert Volker Hegemann von der Initiative "Gemeinsam für Vielfalt". Ein Schritt in diese Richtung soll am Mittwoch, 10. April, ein Sondervortrag des Hamburger Politikforschers Nikolai Huke vor der Volkshochschule sein. Er trägt den Titel "Rechtspopulismus in der Euro-Krise".
Mitveranstalter sind neben der Initiative der Rosa-Luxemburg-Club Herford sowie die Löhner Volkshochschule. "Es ist sicherlich kein Zufall, dass angesichts eines solchen Themas die politische Linke als Veranstalter mit aktiv wird. Diese Veranstaltung wendet sich aber ausdrücklich an alle demokratischen Parteien, es geht hier nicht um die Verbreitung von linken politischen Inhalten", versichert Volkshochschulleiterin Beatrix Becker.
Rechtsextreme politische Tendenzen sind weder in Deutschland noch in anderen Ländern Europas eine neue Erscheinung. Zu Zeiten der anhaltenden Euro-Krise sieht Referent Nikolai Huke jedoch die große Gefahr, dass sie nun wesentlich mehr Zulauf erhalten.
Hukes Befürchtung : "Rechtspopulistische und neo-faschistische Parteien und Bewegungen sind in der Euro-Krise vielerorts auf dem Vormarsch." Er verweist darauf, dass in Finnland die "Partei der wahren Finnen" mit antieuropäischen Slogans einen Wahlerfolg erzielte. In Ungarn baue die Regierung von Viktor Orbán mit zahlreichen einschneidenden politischen Reformen den Staat grundlegend um. In Griechenland liege die Partei "Goldene Morgenröte" derzeit in Umfragen bei über zehn Prozent, während auf den Straßen neo-faschistische Gewalt gegenüber Migranten und Linken deutlich zunehme. In Deutschland würden rechtspopulistische Meinungen, zum Beispiel über "faule Griechen, die über ihre Verhältnisse gelebt haben", Beifall finden.
In seinem Vortrag beschreibt Huke Hintergründe und Motive dieser Entwicklungen. "Sie stehen in einem engen Verhältnis zum autoritären Umbau der EU und der Nationalstaaten in der Euro-Krise".
Rechtspopulistische Kritik an der Europäischen Union erscheine für viele Menschen plausibel, so Huke. Um Rechtspopulismus zu verhindern, so seine These, sei es daher zentral, der "autoritären und unsozialen Krisenlösungspolitik der EU entgegen zu wirken und echte Demokratie zu verwirklichen."
Nikolai Huke spricht am Mittwoch, 10. April, 20 Uhr, im VHS-Forum in der Werretalhalle und wünscht sich anschließend eine anregende Diskussion. Karten an der Abendkasse sowie im Vorverkauf bei der Volkshochschule.

Info Nicolai Huke:

- Nikolai Huke forscht an den Universitäten Marburg und Hamburg zu autoritärer Politik, prekärem Alltag und sozialen Protesten im Zusammenhang mit der Euro-Krise.

- Er ist Mitglied der Forschungsgruppe Europäische Integration (Marburg/Lahn) sowie des Forschungsprojekts Staatsprojekt Europa (Frankfurt/Main) und Autor zahlreicher Texte zur Krise der Europäischen Union.

- 2012 war Huke am Manifest "Demokratie statt Fiskalpakt: Krisenlösung und Europa gehen nur ganz anders" beteiligt.


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